07.10.2008 - Neidenbach
Weg vom Kirchturm- und
Konkurrenzdenken, ganz im Sinne einer nachhaltigen Förderung des
Fußball-Nachwuchses: So ist das Handeln bei der
Jugendspielgemeinschaft Badem geprägt - die derzeit die Topadresse in
der Eifel ist.
Nicht weniger als acht Vereine sind seit dem vergangenen Jahr in der
JSG Badem zusammen geschlossen. Von der C- bis zur A-Jugend (13 bis 18
Jahre) machten der SV Badem, der SV Kyllburg, der SV Gindorf, der VfL
Neidenbach, der SV Neuheilenbach, der SC Malbergweich, der FC
Metterich und der SK Seinsfeld vor allem aus einem Grund gemeinsame
Sache: Den Fußball-Talenten will man mit der Kräftebündelung vor Ort
in einer möglichst hohen Spielklasse gute Entwicklungsmöglichkeiten
geben. Die B- und A-Jugendlichen gehen sogar in der Rheinlandliga an
den Start, können sich so Woche für Woche mit de Pendants aus Mayen,
Koblenz, Neuwied oder Salmrohr auseinander setzen. Wer es nicht in die
erste Garnitur packt, kann sich in den jeweiligen zweiten Mannschaften
beweisen. Somit kommt die JSG Badem zwischen der C- und der
A-Jugend auf sechs Teams mit derzeit exakt 129 Aktiven. Regelmäßige
Sitzungen der Trainer sorgen für den wichtigen Austausch
untereinander. „Die Arbeit läuft trotz vielen beteiligten Klubs
reibungslos ab“, berichtet Kurt Heinz, der gemeinsam mit Theo Marx
die AII-Junioren trainiert.
Dass im A- und B-Jugendbereich die Rheinlandliga eine enorme
Herausforderung für die heimische JSG darstellt, bringt Hermann Heinz,
gemeinsam mit Thomas Löw zuständig für A-Junioren, auf den Punkt: „Wir
sind zu den Auswärtsspielen am Rhein oder im Westerwald oft mehrere
Stunden im Bus unterwegs - und treffen dann auf Gegner, die zum Teil
von einem halben Dutzend Trainern und Betreuern umsorgt werden.“ Nur
drei Punkte aus den ersten vier Spielen in der höchsten Spielklasse
des Rheinlandes bedeuten für die Schützlinge von Hermann Heinz und
Thomas Löw zwar einen Fehlstart, mit viel Trainingseifer (die
Beteiligung liegt bei über 80 Prozent), einer ausgeprägten
Kameradschaft und einer großen Zuschauerunterstützung (für die
Heimspiele in der Hinserie in Neidenbach wurden alleine 49 Dauerkarten
verkauft, meist kommen über 100 Fans) will sich der Aufsteiger aber
steigern.
Ähnlich verhält es sich bei den von Michael Müller (gleichzeitig
JSG-Jugendleiter) und Rudi Reinhard gecoachten B-Junioren, die derzeit
in der Rheinlandliga ebenfalls am Tabellenende rangieren.
Wichtige Spiele stehen am Samstag, 18. Oktober, auf dem Plan: Um 15
Uhr hat es die B-Jugend in Badem mit TuS Koblenz II zu tun, um 17 Uhr,
empfängt die A-Jugend in Neidenbach den FSV
Salmrohr. aa
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