NEUERBURG. Anlässlich des Sportkreistags
kamen zahlreiche Vereinsvertreter aus dem Kreis Bitburg-Prüm
in der Neuerburger Stadthalle zusammen. Neben den
verschiedenen Berichten standen Neuwahlen auf der
Tagesordnung. Dabei wurde der Sportkreisvorsitzende Peter
Michaeli in seinem Amt bestätigt.

|
| Mehrere langjährige
Mitglieder wurden beim Sportkreistag Bitburg-Prüm für
ihre ehrenamtliche Arbeit in den Vereinen geehrt.
Foto: Matthias Knechtges |
|
In seiner Ansprache beim Sportkreistag
Bitburg-Prüm lobte Hermann Höfer, Präsident des Sportbunds
Rheinland, eine gute Qualität des Sports im Land. Dabei machte
der Präsident deutlich, dass einen großen Anteil daran das
Ehrenamt habe. Höfer hob hervor, dass nach wie vor eine große
Bereitschaft in der Bevölkerung vorhanden sei, sich
ehrenamtlich zu engagieren. "Das Ehrenamt ist ganz wichtig",
betonte der Präsident und erwähnte, dass es von großer
Bedeutung sei, den Ehrenamtlichen viel mit auf den Weg zu
geben.
Viele Kinder sind Mitglied im Sportbund
Bemerkenswert sei die
Mitgliederentwicklung. "Stark sind wir nach wie vor bei den
Kindern und Jungendlichen. Aber bei den 25- bis 40-Jährigen
müssen wir aufpassen, die laufen uns zum Teil weg."
Ursachen sieht der Präsident unter anderem
darin, dass viele Menschen zunehmend alleine Sport treiben,
zum Beispiel Laufen oder Walken gehen. Höfer wies auf die
demografische Entwicklung hin, die ein hohes Potenzial an
älteren Menschen mit sich bringen wird, "und die müssen wir
für unsere Vereine gewinnen", so Höfer. Zur Entwicklung der
Sportverbände im Land sagte der Präsident, dass die regionalen
Sportbünde, also auch der Sportbund Rheinland, "ihre
Hausaufgaben in den letzten Jahren recht gut gelöst haben".
Doch reiche dies nicht aus. Der Landessportbund müsse wieder
zu einer starken Kraft im Land gemacht werden.
Peter Michaeli, seit acht Jahren
Sportkreisvorsitzender des Kreises Bitburg-Prüm, bedauerte in
seinem Bericht den Mitgliederrückgang in der Gruppe der 27-
bis 40-Jährigen. Dieser lasse sich mit der beruflichen
Einspannung dieser Zielgruppe erklären. Dagegen weist die
Gruppe der 41- bis 60-Jährigen eine positive Entwicklung auf.
"Es zeigt, dass unsere Arbeit Früchte trägt", so Michaeli.
Mit der sportlichen Infrastruktur im Kreis
ist Peter Michaeli noch nicht zufrieden. Hier fehlt es vor
allem an Sporthallen und Schwimmbädern. Zur Arbeit der
vergangenen vier Jahre äußerte sich Michaeli positiv: "Wir
alle können stolz sein auf unsere Arbeit. Wir und Sie (die
Vereine) haben in den letzten vier Jahren viel geleistet."
Zum Abschluss gab der
Sportkreisvorsitzende, der einstimmig wiedergewählt wurde und
von Präsident Hermann Höfer für seine Arbeit mit der
Ehrennadel in Silber des Sportbundes Rheinland ausgezeichnet
wurde, noch einen Ausblick: "Wir wollen die Blicke weiter nach
vorne richten". So soll unter anderem 2007/2008 eine
Übungsleiterausbildung im Kreis stattfinden, da es momentan zu
wenige Übungsleiter gibt.
Die Frauenvertreterin des Sportkreises,
Irene Kollig, ging in ihrem Bericht näher auf die Entwicklung
des Frauensports sowie die Entwicklung der Mitgliederzahl ein.
Irene Kollig, die ebenfalls in ihr Amt einstimmig
wiedergewählt wurde, wies darauf hin, dass der Frauen- und
Mädchenanteil in den Vereinen zwar gestiegen sei, jedoch die
Frauen immer noch unterrepräsentiert sind.
"Fakt ist, dass es immer mehr Frauen gibt,
die Sport treiben, sich aber nicht in Vereinen organisieren
wollen. Unser aller Aufgabe ist es, auf Vereinsebene mehr
Angebote für Frauen zu unterbreiten, um diese als Mitglieder
zu werben", so die Frauenvertreterin.
In das Amt des stellvertretenden
Sportkreisvorsitzenden wurde Hubert Norta von der
Spielvereinigung Ammeldingen gewählt.
Anlässlich des Sportkreistages wurden
Mitglieder geehrt, die sich im Laufe der Jahre für ihre Arbeit
in den Vereinen verdient gemacht haben: Mit der Ehrennadel in
Bronze des Sportbundes Rheinland wurden Nikolaus Kinnen,
Manfred Klasen, sowie Hans-Dieter Schmitz ausgezeichnet. Die
Ehrennadel in Silber erhielten Peter Fisch, Rudolf Klingmann,
Peter Michaeli, Hubert Norta, Helmut Rock und Helmut Scharff.
Den Ehrenbrief des Sportbundes Rheinland bekam Karl-Heinz
Spohrer verliehen.
NEUERBURG. (mkn) Der diesjährige
Sportkreistag Bitburg-Prüm tagt am Freitag, 25. August, um
19.30 Uhr in der Stadthalle Neuerburg. Auf der Tagesordnung
stehen neben Neuwahlen auch ein Bericht des
Sportkreisvorsitzenden Peter Michaeli.
Mit der Arbeit und dem Ergebnis der
vergangenen vier Jahre ist der Sportkreisvorsitzende Peter
Michaeli zufrieden. "Wir haben viel im Senioren- und im
Breitensport erreicht. Wir sind sehr zufrieden, wissen aber
auch, dass wir nicht aufhören dürfen", sagt Michaeli, laut
dessen Aussage zur Zeit etwa 30 Prozent der Bevölkerung im
Kreis in einem Verein aktiv ist. Ziel für die nächsten Jahre
ist es deshalb, möglichst viele der restlichen 70 Prozent
Inaktiven zum Sport zu bewegen.
"Wir machen uns Gedanken darüber, wie sich
der Sport in den nächsten Jahren entwickeln wird", gibt Peter
Michaeli einen Ausblick und weist auf die demografische
Bevölkerungsentwicklung hin: "Wir werden uns mehr und mehr dem
Breitensport öffnen". Laut dem Sportkreisvorsitzenden muss
hier besonders die Gruppe der 35- bis 55-jährigen erreicht
werden. "Hier müssen die Vereine aktiv werden", sagt Michaeli.
Auf der Tagesordnung des Sportkreistages
stehen neben einem Bericht des Sportkreisvorsitzenden unter
anderem eine Ansprache des Präsidenten des Sportbunds
Rheinland, Hermann Höfer, sowie Ehrungen verdienter
Mitglieder. Zudem werden der Sportkreisvorsitzende und die
Frauenvertreterin des Sportkreises neu gewählt. Das Amt des
Sportkreisvorsitzenden hat momentan Peter Michaeli inne, der
auch zur Wiederwahl zur Verfügung steht. "Ich habe vor acht
Jahren eine Aufgabe angegangen, die ich noch nicht als
vollendet betrachte", erklärt Michaeli, der nach eigenen
Angaben als einziger Kandidat zur Wahl steht, seinen
Wiederantritt.