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Ein Trio für Gina: Gina Renschler
mit ihren Trainern Richard Schneider (links) und Hermann
Heinz. Hinter ihr steht wie immer Opa Delfino Gavilli.
Foto: Rudolf Höser |
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"Zieh durch und halt drauf!" Nahe der
Außenlinie steht Richard Schneider, feuert Gina Renschler an und
gibt ihr taktische Anweisungen. Schneider trainiert gemeinsam
mit Hermann Heinz die C-Jugend in Neidenbach. Und das ist keine
Mannschaft wie jede andere. Aufgestiegen in die Bezirksliga
kicken die Jungs in dieser Liga um Punkte und Anerkennung. Aber:
Auf der Position im rechten Mittelfeld spielt kein Junge,
sondern ein Mädchen – die 13-jährige Realschülerin Gina
Renschler aus Bitburg.
"Ich spiele Fußball aus Leidenschaft seit ich
fünf Jahre alt bin. In der Jungenmannschaft kann ich zeigen, was
ich drauf habe. Hier kann ich richtig rangehen und brauche nicht
so zimperlich zu sein wie in einem Mädchenteam", sagt Gina. Dass
sie richtig zur Sache geht, bestätigen auch die Trainer. Richard
Schneider: "Gina spielt wie ein Junge. Sie ist wirklich gut,
körperlich robust und kann sich deshalb auch durchsetzen. Gina
ist eine echte Verstärkung für die Mannschaft", schwärmt
Schneider, der ihr eine große Karriere voraussagt.
"Dafür muss sie noch mehr aus sich raus, sich
noch mehr reinknien", fordert Delfino Gavilli. Gavilli ist der
Großvater von Gina Renschler und fördert seine Enkelin, wo er
nur kann. "Ich fahre mit Gina überallhin, wo sie zum Einsatz
kommt", sagt er.

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Bilder mit freundlicher Genehmigung von Rudolf
Höser
Zurzeit spielt Gina nicht nur in der C-Jugend
der JSG Neidenbach, sondern auch noch in der U14 und in der
Rheinland-Auswahl.
Ob aus der großen Fußballerinnen-Karriere was
wird, weiß sie im Moment nicht so genau. Aber ihr nächstes Ziel
steht schon fest. "In zwei Jahren will ich den
Realschulabschluss machen und dann eine Ausbildung zur
Floristin", sagt das selbstbewusste Mädchen.
Aber bis dahin ist es ja noch eine kleine
Weile. Und in der Zwischenzeit wird fleißig trainiert und
Fußball gespielt. Dabei eifert sie durchaus den großen
Vorbildern der Frauen-Nationalmannschaft nach. Besonders die
Torgefährlichkeit der Mittelfeldspielerinnen Pia Wunderlich und
Britta Carlson haben ihr es dabei angetan.