Res. Mannschaft 1977/1978 - Reserveklasse Eifel

VfL Neidenbach 1953 e.V.
 
Bierzeitung
zum Saisonabschluß am 08.April 1978 im Gasthaus Strauch
Texte: Walter Mereien, Rudi Strauch

 

Josef Driesch

In der Mafrid-Straße baut er,
auf Neidenbach von oben schaut er.
Unser Mittelstürmer Josef ist gemeint,
dort hinten mit Frau Gemahlin vereint.
Durch Verletzung geplagt, konnte er lange nicht spielen,
andere mußten für ihn die Tore erzielen.
Doch ist endlich 20 x 5 wieder fit,
schießt er Tore und spielt wieder mit..

Edwin Mattes

Edwin Mattes spielt im Mittelfeld,
an der Theke ist er ein großer Held.
Im Spiel geht ihm die Puste aus,
dazu wechselt man ihn auch schon aus.
Ist mal ein Spiel am Sonntagmorgen,
beginnt man sich um ihn zu sorgen.
Er hat nen tiefen Schlaf, der gute,
und kommt zum Spiel in letzter Minute.

Helmut Meier

Ein weiterer Spieler im Mitteifeld
ist Opel-Fahrer, Schalke-Fan und Maulheld.
Gemeint ist hier der Helmut Meier,
seit kurzer Zeit ist er auch Freier
und oft zu Gast in Neuheilenbach,
da gibts dann manchmal einen K(n)all und Krach.
Des Sonntags kämpft er erst auf dem Platz,
anschließend im Opel bei seinem Schatz.

Kurt Heinz

Den Kurdi kennt man als Verteidiger und Läufer,
kaum jemand ist er bekannt als Säufer.
Ab und zu trinkt er mal ein Bier,
das ist normal, wer kann dafür.
Gelobt werden muß einmal sein Trainingsfleiß,
zweimal in der Woche rinnt der Schweiß.
Drum ist auch bombig seine Kondition,
das merkt auch gleich der Gegner schon.


Edmund Schlöder

Nun seht euch mal den Edmund an,
das ist doch ein geplagter Mann.
In der Woche über fährt er nach Bitburg rein
und schläft dann im Finanzamt ein.
Am Sonntagmittag tut er's wagen,
als Schiedsrichter sich rum zu plagen,
morgens läutet er die Messe ein und muß zwischendurch die Angelika frein.
Bei soviel Huddel und Gebrassel,
der muß doch Geld verdienen in Massen.

Manfred Stang

Aus Bitburg kommt der Manfred Stang
in Neidenbach spielt er nun schon lang.
Sein Mundwerk ist in letzter Zeit leiser,
vielleicht wird er im Alter weiser.
Fünf Chancen braucht er für ein Tor,
mehrere kommen selten vor.
Doch Sonntag für Sonntag ist der Manni dabei
höchstens die Angel bringt ihn vom Fußball entzwei.

 

Günther Kreutz

Nach langer Verletzung tut seit einigen Wochen
der Jünnes wieder auf seinen alten Stammplatz pochen.
Nach Vaterfreuden uni Trainingsfleiß
rinnt bei ihm wieder Sonntags-Schweiß.
Die Antwort auf: Du hast ja ein Bäuchlein hängen,
heißt: alles Muskeln und Samenstränge.
So spielt der Jünnes wieder als Vorstopper
und kann dazwischen seine Sprüche kloppen.

Ernst Menzior

Der Menzior Ernst auch "Jabbi" genannt,
als Catcher und linker Verteidiger bekannt,
spielt guten Fußball solange man ihm nichts tut,
beim kleinsten Kratzer gerät er in Wut.
Dann steht er kurz vor dem Platzverweis
und liegt danach für Wochen auf Eis.
Doch wollen wir auf ihn nicht verzichten
und versuchen ihn jedesmal wieder aufzurichten.

Walter Mereien

-Unser Käpten-
von allen der "Walles" genannt,
als Figaro auch weltweit bekannt.
Fast zwanzig Jahr rennt er dem runden Leder nach,
das gab daheim auch manchen Krach.
Besonders wenn er hat sein Blesierchen
und trinkt mal über den Durst sein Bierchen.
Doch läßt er sich auch in alten Jahren
nicht abhal len von Frisuren und Haaren,
er ist dabei mit Tempo und Rasse,
die Anhänger brüllen, der "Walles" ist KLASSE.

Georg Thielen

Der zweite "Alte" in unserem Kreise
macht sich Sonntag für Sonntag von Sefferweich auf die Reise.
Es ist der Schorsch, im roten Taunus,
im Spiel ist er oft böse und launisch.
Da brüllt und schimpft und mault er.
Als Stürmer leise, als Libero lauter,
das macht selbst die jüngsten keß,
die rufen dann: -Schorsch hal de Schness-



Roman Bielan

Der Omo wohnt im Grabenbusch,
er fährt Escort und rennt Husch, Husch.
Seine Leistung als Verteidiger ist nicht von Pappe,
vor und nach dem Spiel hat er ne große Klappe,
die reißt er auf und tönt daher,
holt die 1. Mannschaft her,
Reserve hat kein Gegner mehr.
Wo kämen wir hin, wenn Omo nicht wär,
er rutscht auf dem Rasen kreuz und quer,
und ist er von oben bis unten beschmiert,
unter der Dusche er sich vielleicht blamiert ??????

 

Josef Seywert
 
Der Josef Seywert ist nun beim Bund,
ihm schlägt nun eine schwere Stund.
Hat er dann Samstags-Sonntag frei,
ist er bei der Reserve dabei.
Dann fährt er rum im weißen Kadett,
die Mädchen finden ihn ganz nett,
und brüllen Juppi-Juneck vor,
schieß doch endlich mal ein Tor.
Da kommt er auch schon angeschossen,
Rudi streckte aus die Flossen,
Juppi kannte kein Pardon,
vielleicht geht's besser die nächste Saison.

Bruno Krämer
 
Der Bruno Krämer ist ein Flötenmann,
man sieht´s ihm an der Kleidung an.
Er ist zudem ein Frauenheld,
das weiß jetzt schon die ganze Welt.
Wenn Leute ihn suchten und nicht trafen,
trieb er sich rum in der Nähe des Grafen.
In der Reserve tat man ihn öfters brauchen,
er war jedesmal dabei, auch beim Saufen.

Alfons Gillen

Der jüngste Mann in unserer Mannschaft
heißt Gillen Alfons.
Der trinkt nur Apfelsaft.
Wenn wir am Biertisch sitzen sagt er: Ihr habt ne Meise!
Das Spiel war heute große Scheiße.
Dazwischen reißt er einige Witze
und treibt die Stimmung auf die Spitze.
Zeigt er beim Fußball seine Kunst,
dann ist der Humor im Eimer bei uns.

Hans Croy

Unser Tormann ist, oh Graus
ein Schrecken in dem Torhaus.
Auf dem Fußballplatz wenn wir alle zittern,
heißt es für unsern Hans etwas wittern.
Die schönsten Mädchen schaut er an.
Oh weh Oh Schreck und lauter Schrei,
der Ball jetzt wackelt wie ein Ei.
Hinter der Torlinie auf der Stell,
bleibt er liegen mit Gebell.
Von unserem Hans jedoch keine Spur,
doch auf einmal schreit er: Schon wieder kein Tor !

 

Rudi Strauch

Doch jetzt genug von Torwart Flogg,
wir suchen den nächsten Sündenbock.
Der Rudi Strauch der ist famos,
der macht im Dorf die Schau ganz groß.
Er war mit den Nerven neulich völlig runter
und warf den Ball auf den Boden ganz munter.
Doch der Alfons, dieser wackere Mann, packte ihn am Kragen sodann,
stutzte ihn zurecht nach allen Regeln der Kunst sodaß er meinte,
über ihn käme eine Feuersbrunst.
Jedoch nach dem gewonnenem Spiel waren sich alle einig,
dem Gegner war es jedoch sehr peinlich.

 

Alfred Krämer

Die Reserve hat noch ein As,
man sagt er ist noch hinter den Ohren naß.
Sein Name ist der Alfred Krämer,
doch es kommt jetzt auch noch viel schöner.
Überall er an den Frauen hängt,
heißumschlungen er dann pennt,
selbst als Fußballspieler kann er's nicht lassen,
immer zu den Frauen hinzugaffen.

 

Rudi Lenz

Wir haben auch noch einen kleinen Teufel,
mit Namen audi Lenz dieser Beutel.
Beim Fußball kennt er jeden Trick,
beim Fuschen hat er sehr viel Glück.
Hier zu lande ist er schon bekannt
und wird Casanova nur genannt.
Hat er Sonntags mal freie Fahrt,
wird nur den hübschen Mädchen nachgejagt.

 

Walter Rinken

Der Rinken Walter mit seinen langen Quanten,
latscht über den Platz wie alte Tanten,
jedoch sonst ist er ein harter Mann,
der viel Bier vertragen kann.
Und muß er mal laufen,
so pfeift ihm die Lunge,
und nach ein paar Meter
schwitzt er schon unter der Zunge.

Siegfried Müller

Der Müller Siggi, das wäre der Mann,
wir könnten ihn noch brauchen in unserem Gespann,
der auch niemand etwas zuleide tun kann.
Doch wird er einmal Sonntags ersetzt,
dann läuft hin und her er wie gehetzt.
Spielt er in der Reserve,
das macht ihm Spaß,
auf die hat er nämlich nen kleinen Haß.

 

Franz-Peter Weber
 
Der Weber Franz-Peter ist der Spieler mit dem Hammer,
das sagt jetzt auch jeder in seiner Bundeswehrkammer.
Die Bundeswehr das ist der Grund,
drum läuft er sich die Füße wund.
Er hat's stets auf die Jungfrauen abgesehen.
Die Maria und die Miezi waren für ihn sehr schön.
Er gab für sie den ganzen Wehrsold aus
und brachte trotzdem noch keine nach haus.

Wussten Sie schon: Franz-Peter hat die Kündigung wegen ihr bei der Bundeswehr eingereicht.

 

Wolfgang Gabler

Jetzt kommt der schnellste Mann,
nur mit dem Auto er das kann.
Fluchen tut er nicht die Träne,
er beißt nur immer auf die Zähne.
Er schleppt den Ball so kreuz und quer,
als wenn's seine eigene Braut schon wär.
Dies alles macht ihm mächtig Spaß,
weil wir von Kopf bis Fuß sind naß.
Fällt ihm jedoch nichts Neues ein,
knallt er ein schönes Tor hinein.

 

Karl-Heinz Weis
 

Und nun kommt zu guter letzt,
unser Mann aus dem kleinen Nest.
Er machte uns gleich zum Spitzenreiter,
einmal sonnig, einmal heiter.
Sein Name ist Karl-Heinz wie ihr wißt,
er nennt sich Fußballspezialist.
Als Sportler ist er dicke da
und strapaziert die ganze Schar.
Wir verrenken alle unsere Glieder,
am Biertisch sehen wir uns wieder.
Deswegen sind wir ihm nicht böse,
machen kein so groß Getöse,
denn auf dem Platz, da kennt der Karl-Heinz nichts,
ja bange machen gibt es nicht.

Eines will der Verfasser hier noch sagen,
sollt einem etwas nicht behagen,
so soll er seinen Ernst verstecken und alles mit Humor bedecken.
Ist manches zu dick aufgetragen,
so kann er sich sofort beklagen.
Am besten wär's bei einem Bier,
denn jetzt sind wir noch alle hier.

Lied der Reserve
 
  1. Der Fußball der macht uns viel Freude
    der Fußball der macht uns viel Spaß.
    Wir flitzen und laufen und stürmen
    und jetzt schmeckt ein Kühles vom Faß.
    -----------
    Refrain:
    Beim V F L, L, L,
    steht jetzt an erster Stell,
    hei, die Reserve mit ihren "Kanonen"
    dem Gegner gell, gell, gell,
    sind wir zu schnell, schnell, schnell,
    den Meister gilt es nach Neidenbach zu holen !

  2. Wir siegen und könn`n auch verlieren,
    der Fußball ist halt eben runf.
    Drum tun wir auch eifrig trainieren,
    vor`m Spiel und auch hier in der Rund.

    Refrain..

  3. Am Spielschluß dann geh`n wir vom Felde,
    wir haben gekämpft und gesiegt.
    Die Freude kennt keine Grenzen,
    nun singen wir laut unser Lied.

    Refrain..

  4. Die Reserve scheut keinen Gegner,
    Die Reserve macht alle naß.
    Drum sitzen wir oft an der Theke
    und üben für`n Fußballplatz.

    Refrain..

  5. Hier sind wir in fröhlicher Runde,
    mit Freunden und Frauchen beim Bier.
    Prost Kumpels, ich geb noch `ne Runde
    und wir bleiben alle noch hier.

    Refrain..

  6. Und geh`n wir nach Haus und sind knoggi,
    vom Spiel und vom Saufen K.O.
    Der Fußball, er bleibt unser Hobby,
    drum singen wir feuchtfröhlich so..

    Refrain..

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Quellen: Karl-Heinz Weis, Mohrweiler